B-Jugend 2019/20 SG Kürbitz – VfB Pausa

SG Kürbitz   –   VfB Pausa     1 : 3 (1 : 1)

SG Kürbitz: J. Krumbiegel – P. Roth (C), N. Schmidt, J. Sandner – N. Geißler (F. Röder) – D. Walther, L. Tietz, F. Materne, – L. Seyfarth, E.Lehmann (N. Spinnler), F. Debes

Ecken:  17:2 (11:1)

Chancen: 10:5 (5:1)

Schieri: U. Naumann / D. Müller, M. Zeglin

Pausa: J. Fischer – L. Steinert, J. Gebhardt, M. Hering, A. Koch – W. Franz, W. Besser (C), M.Müller (J. Kunstmann), K. Wenzel – L. Strobel, E.Fuchs

Tore: 0:1 E.Fuchs (25.)  1:1 L. Seyfarth (27.)  1:2  E.Fuchs (52.)  1:3 L. Strobel (60.)

Spielbericht

Zur Saisoneröffnung im August 2019 reiste der VfB mit 18 Spielern in Kürbitz an und unterlag gegen nur 10 Gastgeber 3:7. Nun, zehn Monate später und mehr als sechs Monate ohne Spielpraxis, schafften die Gäste mit einem Minimalaufgebot (Luis, Malvin, Flo fehlten aus unterschiedlichen Gründen) einen zwar glücklichen aber auf Grund der tollen Einstellung nicht unverdienten Auswärtssieg, der zugleich den Einzug ins Vogtlandpokalfinale sicherte. Dies beschert den Pausaern am 11.7. um 10.00 Uhr auf heimischem Gelände ein weiteres Highlight gegen die SG Auerbach/ Neustadt, die in Weischlitz das zweite Halbfinale 2:0 gewannen und noch ohne jeden Punkt- oder Pokalverlust durch die unterbrochene Saison marschierten. An der Favoritenrolle der Gäste besteht somit kein Zweifel- eine für die Gastgeber aber durchaus reizvolle Aufgabe.

Kürbitz, mit baumlangen Kerlen, größtenteils alter B- Jugendjahrgang, begann wie erwartet druckvoll, ohne zunächst zwingen zu sein. Dreierkette hinten, massiv im Mittelfeld und als Gestalter und bester Ligatorschütze (22 Treffer) L. Seyfarth gelangen zunächst keine Chancen aber im ersten Abschnitt 11 Eckbälle. Und die stellten immer eine Gefahr dar. Die Abwehr um Bollwerk Max hatte aber zunächst alles im Griff. Justin meldete Seyfarth lange ab und die starken Außenverteidiger Lenny (nach zwei Jahren Pause!) und Angelo ließen über Außen kaum etwas zu und entschärften so die gefährlichen Flanken der Gastgeber. Es dauerte bis zur 25.Minute, ehe den Gästen der erste wirkliche Gegenangriff gelang. Der aber saß!  Einen lang geschlagenen Ball nahm Levi auf, steckte auf Enrico durch, der punktgenau startete und aus halblinker Position den Ball in den Knick platzierte. Toller Angriff, toller Treffer- aus dem Nichts- 0:1.

Kürbitz reagierte wütend und erzielte nur zwei Minuten später den Ausgleich. Der Spiritus Rector der Gastgeber, den man nicht völlig ausschalten kann, ist nach Ecke (!) zur Stelle und klinkt aus 16 Metern zum 1:1 ein.

Spielerisch konnte man nach so langer Corona-Pause nicht viel mehr erwarten, kämpferisch aber holten beide Teams alles aus sich heraus. Vor der Pause gab es (natürlich nach Eckball) noch eine Gastgeberchance – die machte aus kurzer Entfernung Jan zunichte.

War die Schierileistung gegen Ende der ersten HZ etwas einseitig, absolvierte der Unparteiische im zweiten Abschnitt eine souveräne Partie.

Die Gastgeber wollten noch mehr Druck und prüften Jan direkt nach der Pause- wieder hatte er die Hände dran. Mit Röder kam ein weiterer Sockel in die Partie und Pausa musste verletzungsbedingt ebenfalls tauschen. Die Truppe aber war an diesem Tag fokussiert und setzte in kurzer Zeit zwei entscheidende Nadelstiche. Wie aus dem Lehrbuch konterten Levi und Enrico die Gastgeber, die weit aufrückten aus. Levi nach Ballgewinn im Mittelfeld auf Enrico, Doppelpass im Strafraum und zurück auf Enrico, der den Ball aus kurzer Distanz an Krumbiegel vorbeibringt. Der Keeper hat die Hand noch dran, kann aber nicht verhindern, dass er über die Linie trudelt. 1:2 nach 52 Minuten.

Wieder muss Jan einen Ball abwehren (54.) und hatte Glück, als der wuchtige Kapitän N.Roth einen Heber an die Latte setzt (55.). Als die wütenden Angriffe immer mehr verpufften und auch Seyfarth (der nun von William in seinem Radius eingeengt wurde) nach 61 Minuten verzog, schlug das Sturmduo der Gäste ein drittes Mal zu.

Levi bedient Enrico, der passt quer auf Levi und Krumbiegel ist ohne Chance. 1:3 nach 63 Minuten.

Nun wurde es ausgeglichener, denn bei beiden Teams ließen bei großer Hitze die Kräfte nach. Willi ließ im Mittelfeld nichts mehr zu, die Außen Kirk und Julius arbeiteten gut nach hinten und Enrico sorgte nach Freistoß (69.) und mit einem Schrägschuss (75.) weiter für Entlastung.

Als William eine Granate kurz vor der Torlinie blockte, war der „Wisch geworfen“.

Drei Gelbe Karten wegen Trikothalten für die Gastgeber zeigen, dass weitere Konter nur noch unfair gebremst werden konnten.

Großartiger Kampf nach so langer Pause- großes Kompliment an die Mannschaft.

Nun bleibt zu hoffen, dass im Finale auch Lösungen für die Zuschauer geschaffen werden.

Auch in Kürbitz waren eine ganze Reihe Unterstützer dabei, die sich aber außerhalb des Zaunes aufhalten mussten.

Danke für die Unterstützung.

Danke auch an Kürbitz für eine faire Partie.

Autor: Rainer Wagner, B-Jugend-Trainer