A-Jugend 2020/21 VfB Pausa – SV Merkur Oelsnitz

Punktspiel am Sonntag, 06.09.2020 / auf dem Sportplatz Pausa

VfB Pausa   –        SV Merkur Oelsnitz      2 : 6 (1 : 3)

Pausa: J. Fischer – N. Weiß (K. Dassler), J. Gebhardt (W. Besser), M. Hering, L. Steinert (K. Wentzel) – A. Krauß, W. B. Franz (C), L. Krell (J. Kunstmann), J. Wittig (M. Müller) – L. Strobel (S. Wetzel) – E. Fuchs (L. Rudloff)

Ecken:  1:5 (0:3)

Chancen: 7:12 (3:6)

Oelsnitz: T. Roth – R. Ußfeller (C) – D. Reich (C. Henke), J. Wonsiedler, J. Roth – J. Dunger, N. Günther, C. Schamber (L. Schönweiß) – R. Dölling, T. Spitzner, D. Kremenetsky (F. Neumann)

Tore: 1:0 L. Strobel (10.) 1:1 D. Kremenetsky  (21.)  1:2 T. Spitzner  (28.)  1:3 ET (31.)  1:4 D. Kremenetsky (68.)   1:5 T. Spitzner (75.)  1:6 N. Günther(77.)  2:6 S. Wetzel (88.)

Spielbericht

Dass es eine Saison des Übergangs, des Lernens wird, wussten alle im Vorfeld. Wenn man das nackte Ergebnis betrachtet, scheint es so zu kommen. Hat man aber das Spiel gesehen, weiß man, dass das Resultat auch anders hätte ausfallen können. Das Problem aktuell: im Mittelfeld zu offen, in der Abwehr zu nachlässig und vorn zu unkonzentriert. Dabei gibt es am Verdienst des Gästesieges keine Abstriche. Sie traten kompakt, mit sieben Spielern im zweiten A- Jahrgang an und hatten zwei Protagonisten, die im Grunde da Spiel allein entschieden.

Den baumlangen N. Günther konnten die Gastgeber im Mittelfeld nie stellen und der agile T. Spitzner war Dreh- und Angelpunkt im Angriff.

Da neben fehlender Symbiose zwischen den Mannschaftsteilen auch Flügellahmheit beim Gastgeber herrschte (nicht eine einzige Flanke, Grundliniendurchbrüche), konnte zum Auftakt leider kein besseres Ergebnis erzielt werden. Es wird darauf ankommen, dass gerade die älteren Spieler die Nerven behalten, die jungen mit ins Boot nehmen und sich ans Steuer setzen. Das beginnt mit dem gemeinsamen Training, geht über Taktikbesprechung und endet auf dem Spielfeld. Es wird sicherlich andere Kaliber als Oelsnitz geben aber auch da muss miteinander gearbeitet werden, um auch erfolgreich abzuschneiden.

Körperlich gab es gar nicht so gravierende Unterschiede, das hielt der Gastgeber durchaus mit und setzte nach 10 Minuten ja auch ein durchaus tolles Achtungszeichen. Jan mit Abschlag zu William, der quer zu Levi passt und der erwischt den Ball aus 17 Metern genau auf den Punkt und platziert ihn in den linken Winkel- 1:0.

Oelsnitz zog nun weiter an und bestrafte die Naivität der Pausaer, die unverständlicherweise hinten öffnete. Diese Lücke erkannte Günther, steckte für Spitzner durch und Jan zögerte eine Sekunde zu lang. Spitzner konnte bis zur Grundlinie durchstarten und servierte dann dem freistehenden (!) Kremenentsky, der keine Mühe zum 1:1 aus drei Metern hat.

Fast im Gegenzug musste eigentlich Pausa erneut in Führung gehen. Joel und Enrico bereiten vor, L. Krell am zweiten Pfosten muss nur mit Gefühl einschieben, zimmert aber das Leder über den Balken- schade.

Da lassen sich die Gäste nicht lumpen und schlagen erneut clever zu. Das Anspiel aus dem Mittelfeld wird nicht unterbunden, weil sich im Zentrum immer wieder Lücken (zu offensiv und nicht gut gestaffelt) auftun, die von den Abwehrspielern nicht zu schließen waren und so erreicht Spitzner das Zuspiel (vom Gegenspieler allein gelassen), hat keine Mühe am herausstürmenden Jan vorbei zum 1:2 einzuschieben.

Zu allem Übel schenkt der Gastgeber nach einem überflüssigen Foul im Mittelfeld den Gästen noch ein Eigentor.

50 Meter ist die Distanz zum Tor. Der lang geschlagene Ball (eigentlich eine Beute des Keepers) touchiert den Kopf von Max und landet dann im verwaisten Tor. So wurden die Seiten gewechselt.

Der Gastgeber war nun ebenbürtig und hatte sogar die größeren Spielanteile. Bis zur 70. Minute kam Oelsnitz nicht mehr vor das Gastgebertor. Dann schleichen sich Unkonzentriertheiten ein. Pausa wechselte- wie vereinbart- komplett durch, denn im Moment heißt die Devise „Spiel vor Ziel“, alle zum Kader gehörenden Spieler sollen auch spielen. Aber gerade die frischen Kräfte müssen dann auch konzentriert an ihre Aufgabe herangehen. Nach einem EIGENEN Einwurf zurück in die Abwehr erobert Oelsnitz den Ball und Kremenentsky (wieder allein gelassen) schiebt zum 1:4 ein. Das war die Entscheidung, zumal auf der Gegenseite nach schöner Kombination der Ball eben nicht im Tor, sondern am zweiten Pfosten vorbei kullert. Nun hat es Oelsnitz leicht. Die Gastgeber resignieren und Spitzner- von Günther bedient, macht das 1:5. Erneut verpasst der Gastgeber auf der anderen Seite einen weiteren Treffer (Außennetz) und auch hier zeigen sich die Unterschiede. Oelsnitz im Verwerten der Chancen eiskalt (Kremenentsky 1:6), die Gastgeber zu überhastet (Moritz nach Ecke) und so kommt ein Ergebnis „brutal“ zustande.

Letztlich kann Sid einen Abpraller zum 2:6 nutzen und so etwas Ergebniskosmetik betreiben.

Am kommenden Sonntag geht es zur SG Nord/ Post nach Plauen- dort sicherlich mit vielleicht mehr Chancen auf einen Punktgewinn.

Autor: Rainer Wagner, B-Jugend-Trainer